Abschlusstreffen March of Remembrance and Hope

Elena Ott und Victoria Panholzer


Magdalena Schönhuber und Fiona Uhor präsentieren ihren Text


Weiße Luftballons zum Gedenken


Am 14.Mai 2008 fand das Abschlusstreffen aller TeilnehmerInnen und OrganisatorInnen des March of Remembrance and Hope am Judenplatz statt. Dieses Zusammentreffen hatte zum Ziel die Reise nach Polen gedanklich Revue passieren zu lassen, sich der Geschichte bewusst zu werden und sich zu vergewissern, dass sich die schrecklichen Ereignisse des zweiten Weltkrieges nicht mehr wiederholen dürfen!

Vor dem Mahnmal auf dem Judenplatz befand sich die Bühne auf der alle Schulen, die teilgenommen haben, einen persönlichen Beitrag präsentierten. Es ist ein Ort der Hoffnung. Die Nationalratspräsidentin und Vorsitzende des Entschädigungs-Kuratoriums, Frau Nationalratspräsidentin Prammer, bedankte sich bei den SchülerInnen und bei den ProfessorInnen für die Auseinandersetzung mit diesem Thema und meinte, dass alle SchülerInnen, die am „March of Remembrance and Hope“ teilgenommen haben, die Zeugen der Zeitzeugen geworden sind.

Insgesamt haben 8 Schulen teilgenommen: Das Theresianum präsentierte Texte über die Ankunft in Auschwitz. Das Gymnasium Rainergasse interpretierte ein Gedicht, die SchülerInnen des Schulschiffs berichteten über das Schicksal von Alma Rose, der Leiterin des Mädchenorchesters in Auschwitz Birkenau. Ein besonders einprägender Satz von Alma Rose war: “Wenn wir nicht gut spielen, gehen wir ins Gas“. In Erinnerung an das Mädchenorchesters spielten 4 Schülerinnen ein Stück von Mozart. Zwei andere Schüler haben ein selbstgemaltes Bild vorgestellt, das die Eindrücke der Reise visuell beschrieben hat.

Aus unserer Schule standen Leni Schönhuber und Fiona Uhor auf der Bühne. Sie lasen eigene Gedanken zum Thema Zeitzeugen und stellten uns wichtige Fragen:

Doch wie wird es den anderen Generationen gehen? Denen, die keine Zeitzeugen mehr erleben werden? Wie sollen sie erfahren, wie es in den Konzentrationslagern wirklich zugegangen ist? Wer soll denn ihnen die wahre Geschichte erzählen?“ oder auch: „Sind wir nicht auch Zeugen der Zeitzeugen? Müssen wir nicht alle Zeitzeugen sein für etwas, das wir miterlebt haben?“



Ebenso haben die De La Salle Schule und das Gymnasium Rahlgasse teilgenommen. SchülerInnen der Feldgasse ließen weiße Luftballons zum Gedenken an das Leid in den Himmel steigen.

Zuletzt berichtete Herr Finches, ein Zeitzeuge aus Wien über sein Überleben in drei Konzentrationslagern und bat uns, die Schülerinnen und Schüler, sich nie von einer Partei (wie es die nationalsozialistische war) verführen zu lassen. Seiner Meinung nach ist die Jugend guten Gewissens, aber leicht beeinflussbar. Nie mehr wieder dürfen sich solche Ereignisse wiederholen.

Am Ende der Veranstaltung wurden rund um das Mahnmal am Judenplatz Kerzen angezündet.